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Rückblick 2015

2015 51

 

Und wieder strahlen Weihnachtskerzen

und wieder loht der Flamme Schein,

und Freude zieht in unsere Herzen,

an dieser heiligen Weihnacht ein.

Und frohe Weihnachtslieder klingen

in unsren Landen weit und breit.

Oh welch ein Jubel, welch ein Singen!

Oh wundervolle Weihnachtszeit!

 

Mit diesen Zeilen wünschen wir Ihnen und Ihren Liebsten

ein wundervolles Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2016!

Ihre Freie Wähler

 

 

2015 41

Mehrzweckhalle oder Kulturhalle?

 

Diese Frage stellte sich dem Gemeinderat am 30. September erneut. Beschlossen wurde die weitere Untersuchung der Standorte „Festhalle“, „Hardtschulbereich“ und „Südlich der Kreuzkirche“. Der letztgenannte Standort steht in der Überlegung, ein Rettungszentrum, mit der Ansiedlungsmöglichkeit beider Feuerwehren, platzieren zu können. Diese Überlegung resultiert nicht zuletzt aus dem Handlungsbedarf wegen der Behebung von Sicherheitsmängeln des Durmersheimer Feuerwehrgerätehauses.

Bezüglich der reinen Standortfrage, tragen wir die Streichung des Standortes in der Ortsmitte (Ersatz Pfarrzentrum) mit, da sowohl die Parkplatzsituation, als auch die angrenzende Wohnbebauung große Konflikte verursachen würden. Auch würden die zur Verfügung stehenden Flächen die baulichen Möglichkeiten sicherlich erheblich einschränken.

Ein für uns interessanter Standort stellt nach wie vor der Bereich östlich der Bahnlinie in Höhe des Hardtschulzentrums dar. Dieser soll aktuell nicht mehr betrachtet werden. Hier bestünden sicherlich die besten Verhältnisse hinsichtlich Planungsmöglichkeiten, Konflikte mit Wohnbebauung und Anbindung. Was die Beeinflussung durch Bahnlärm oder eventuellen Erschütterungen angeht, so sehen wir hier Möglichkeiten, diese heutzutage bautechnisch in den Griff zu bekommen.

Die FWG möchte zuerst in Verbindung mit der angestrebten Nutzung den Hallentyp festlegen, um sich dann des Standortes anzunehmen. Eine vorgezogene Standortfestlegung mit anschließender Ableitung des Hallentyps halten wir nicht für zielführend.

Die Bedürfnisse entstehen für größere Veranstaltungen vor allem durch Konzerte, repräsentative Feiern der Durmersheimer Schulen oder der Gemeinde. Hierfür sehen wir ganz klar den Rahmen, sowohl technisch als auch optisch, in einer Kulturhalle.

Unser Fazit: Wir sehen in Durmersheim mit seiner Größe, Vereins- und Schulvielfalt ganz klar den Bedarf für eine Lösung in Richtung Nutzung für Kultur und Dorfgemeinschaft. Wenn wir uns was leisten können/wollen, diese Frage muss geklärt werden, dann sollten wir uns eine Kulturhalle leisten.

2015 19

Flüchtlingsunterkunft auf dem Reisigplatz geplant

 

Der Gemeinderat hat in der vergangenen Woche mit großer Mehrheit für die Aufstellung eines Bebauungsplanes zur Unterbringung der Flüchtlinge auf dem aktuellen Standort des Reisgiplatzes gestimmt. Das ist erst einmal sehr zu begrüßen. Auch die FWG hat sich, trotz einiger Bedenken, einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung angeschlossen. Die Zustimmung liegt in erster Linie in einer zeitnaheren Chance der Umsetzung dieses Standortes begründet. Denn eines hätten wir den Bürgern überhaupt nicht vermitteln können, dass wir dieses Thema unverrichteter Dinge vertagt hätten, und bei Bedarf keine Quartiere anbieten könnten.

Die Ergebnisse der vorgelegten Gutachten zu Lärm und Immission sprachen aus unserer Sicht eher für den Festplatz als Standort. Dies hat auch Frank Möhrle bei der Beratung letzte Woche zum Ausdruck gebracht. Im Rahmen des nun anstehenden Bebauungsplanverfahrens werden wir uns dafür einsetzen (nicht nur wegen der haarscharf erfüllten Grenzwerte der Geruchsimmissionen), dass der Reisigplatz nicht neben der Anlage der Flüchtlingsunterkunft angesiedelt wird. Wir finden es nicht angemessen, dass Flüchtlinge dort wohnen und integriert werden sollen, wo wir als Bürger unsere Gartenabfälle hinbringen. Mindestens das sollte uns diese Standortwahl wert sein.

2015 6

Unterkunft für Flüchtlinge

 

Unsere christlichen Werte, abendländisches soziales Verständnis und politischen Gesetze verpflichten uns Menschen in Not zu helfen.

Nicht nur irgendwo ganz weit weg in Deutschland, sondern auch hier bei uns in Durmersheim. Doch was ist, wenn das nicht ganz weit weg in Durmersheim ist, sondern in meiner Nachbarschaft? Oder gar im eigenen Haus?

Die Kommunen sind zur Bereitstellung von Unterkünften gesetzlich verpflichtet.

Dass die Verteilung innerhalb Europas als nicht gleichmäßig und gerecht gesehen werden kann, ist ein bundespolitisches/europapolitisches Ergebnis. Die Zuteilung der Flüchtlinge in die Gemeinden erfolgt nach einem bestimmten Schlüssel durch die übergeordnete Behörde. Die Anzahl, Familienstand und Herkunft wird von diesen Behörden bestimmt. Die Gemeinde hat kein Wahlrecht oder kann Forderungen stellen.

So, nun stehen wir da, wir Gemeinderäte und stellen uns der Verantwortung gegenüber

- den gesetzlichen und moralischen Verpflichtungen

- den Ängsten und Sorgen der Bürger.

Von Ihnen, den „ betroffenen“ Durmersheimern und Würmersheimern, hören wir:

Flüchtlinge, ja klar da haben wir nichts dagegen. Aber doch nicht bei mir in der Nachbarschaft oder gar im gleichen Haus. In der „Sonundsostraße“ am anderen Ortsende da wäre doch der ideale Platz.

Nur, von diesen „Betroffenen“ hören wir das gleiche.

Sie kennen das Sprichwort: es ist so schlimm, heutzutage denkt jeder immer nur zuerst an sich - Nur ich, ich denke zuerst an mich.

Also was tun?

Wir von der FWG haben uns lange und intensiv mit dem Thema beschäftigt mit dem Ergebnis:

- wir werden es keinem Recht machen können

- wir gehen gerne Pizza essen

- zum Griechen, der hat so schön umgebaut

- der Döner beim Achmet ist der Beste

- das leckerste Cevapcici bringt mein Arbeitskollege mit.

Als Gastarbeiter aus diesen Ländern vor 60 Jahren in Deutschland aufschlugen, waren die Befürchtungen ähnlich. Sie wurden aufgrund der seinerzeit nur kurz zurückliegenden Vergangenheit nicht so laut geäußert.

Diese Menschen sind nicht zu uns gekommen, weil sie uns Deutsche so lieb gehabt haben, sondern weil es in der Heimat keine Arbeit, Brot und Alternativen gab. Wir haben sie gerufen.

Ist diesen Menschen das Zurücklassen ihrer Familie, Liebsten, Heimat leicht gefallen?

Ziel und Wunsch der FWG: Unterbringung dezentral in kleinen Einheiten.

Dadurch wird es vorkommen, dass neben, über oder unten Ihnen Flüchtlinge untergebracht werden.

Was ist die Alternative? Ein großes zentrales Gebäude? Womöglich mit hohem Zaun?

Wo soll das dann stehen? Weit weg vom Ort? Bedenken Sie bei Ihrem Standortfavorit - auch dort wohnen Nichtflüchtlinge deren Favorit vermutlich Ihr Wohnhaus oder Nachbarhaus sein wird. Weil es weit weg ist.

Die Verwaltung inkl. Bürgermeister suchen intensiv nach passenden Räumen. Helfen Sie mit. Geben Sie Tipps. Bieten Sie Wohnraum an.

Unsere Bitte: bringen Sie sich konstruktiv in die Lösung der schwierigen Aufgabe mit ein. Gelungene Lösungen gibt es in Deutschland genug. Wollen wir uns diese zum Vorbild nehmen?

Und wer weiß, vielleicht gehen Ihre Kinder oder Enkel statt zum Italiener Pizza, leckeres Hummus*essen.

Beim netten Syrer.

2015 5

Besichtigung des Wohnheims für Asylbewerber in Baden-Baden

 

Eine Abordnung des Gemeinderats hatte sich vergangenen Donnerstag auf den Weg nach Baden-Baden gemacht, um dort das Flüchtlingsheim an der B3 zu besichtigen. Von großem Interesse war dabei die bauliche Umsetzung auch mit der Zielsetzung einer einfachen Nachfolgenutzung. Besonders eindrucksvoll war für uns, der erste Kontakt mit den Bewohnern, dieser Unterkunft. Neugierig wurden wir begrüßt und in gutem Englisch kam auch ein herzlicher Dialog mit den überwiegend aus Afrika stammenden Menschen zu Stande. Großer Wunsch der jungen Männer, mit welchen wir gesprochen haben, war die Möglichkeit, in Deutschland zu bleiben und hier eine Arbeit zu finden. In der Gemeinschaftsküche konnten wir uns auch einen kleinen Eindruck über die unterschiedlichen Kochkulturen verschaffen und auch Speisen zu probieren. Insgesamt hatten wir einen guten Eindruck von der Unterbringung sowie den Sozial- und Waschräumen. Die Menschen haben dort keinen „Besucherstatus“, sondern sind in die täglichen Arbeiten innerhalb des Gebäudes aktiv mit eingebunden. Der Dialog mit den betreuenden Mitarbeitern der Unterbringung war gerade auch in Hinblick auf den häuslichen Frieden interessant. So herrscht in der mit über 90 Personen belegten Gemeinschaftsunterkunft in der Regel ein friedvolles Miteinander. Ab und an entstehende, kleinere Konflikte, werden mit Hilfe der betreuenden Mitarbeiter gelöst. Kriminalität und Drogendelikte gibt es in der Unterkunft nicht. Es zeigte sich im Gespräch auch, dass die Betreuung Vorort ein wesentlicher Baustein zur Integration und Eingliederung der Menschen ist. Mit dem Besuch und den damit gewonnenen Eindrücken gehen wir in der Frage des Gelingens der Flüchtlingsbringung mit mehr Zuversicht in die Zukunft. Inwieweit wir den Unterbringungsbedarf in Durmersheim komplett dezentral decken können, ist derzeit noch nicht absehbar. Bei den momentanen Diskussionen und Erfahrungen befürchten wir jedoch, dass wir ohne Gemeinschaftsunterkunft das Unterbringungsproblem wahrscheinlich nicht lösen können.

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